Man „höre” und staune

Miteinander

Ein großes Ärgernis sind immer wieder die vielen Fahrräder auf der Insel, aber auch die Fahrradfahrer selbst, die oft viel zu schnell durch die „engen” Straßen fahren. Dies sind gleichermaßen Kinder wie Erwachsene. Viele Beschwerden gibt es nicht nur angesichts der Masse, sondern auch des rücksichtslosen Verhaltens wegen gegenüber den Fußgängern, die wiederum oft die ganze Straßenbreite beim Spaziergang einnehmen. Nun, auch auf Baltrum gilt die Deutsche Verkehrsordnung, an die sich jeder Teilnehmer halten sollte. Ein rücksichtsvolles und vernünftiges Miteinander von Radfahrern und Fußgängern ist wünschenswert - vorhandene Straßenschilder sollten nicht abgebaut werden, aber über eine reine Fußgängerzone in der „City” könnte man nachdenken und schon einmal einen „Baltrumer Verkehrsknigge” auflegen, wenn nötig.

Laternenmasten

... eignen sich mangels Masse von Bäumen im Dorfe nicht nur für das „Kleine Geschäft” unserer Hunde, sondern Dank der neuen schicken Spezialeimer künftig auch fürs Große! An exponierten Stellen hängen sie nun, die Hundebesitzer können die nötigen Dog-Pads bei ihrem Vermieter oder in der Kurverwaltung erhalten. Dann sind die Hundehaufen auch kein Ärgernis mehr, und vor allem die Eltern kleiner Kinder wissen saubere Straßenränder sehr zu schätzen.

Der Jugendclub

..hat wieder geöffnet, Stefan hält alles Nötige bereit, und man munkelt sogar, dass in diesem Sommer die berühmte Häppy-Eiländ-Party wieder steigen darf!

Sternstunde

Die ersten „Sterne” sind auf Baltrum verteilt:  Der DeHoGa hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fremdenverkehrsverband die Klassifizierung von Hotels und Pensionen übernommen und die ersten Betriebe auf Baltrum eingestuft. Im neuen Baltrum-Prospekt sollen die Sterne im nächsten Jahr schon erscheinen; das Gastgeberverzeichnis wird künftig etwas anders gestaltet sein und orientiert sich an der Touristischen Informations-Norm TIN, die dem Gast einen schnellen Vergleich, auch zwischen verschiedenen Urlaubsorten, ermöglichen soll. Ebenso soll es für Ferienwohnungen künftig eine Klassifizierung geben. Wer diese allerdings übernehmen soll, steht noch in den Sternen...

Geld

ist sowieso immer viel zu knapp, und wenn auf Baltrum der Geld-Automat wegen Wind und Wetter und Salzwasser ständig kaputt ist, noch viel mehr. Lösung? Die Kreditkarten-Akzeptanz steigt wohl bei den Urlaubern, weniger scheinbar aber bei den Baltrumern, wovon bislang nur wenige diese Form des Geldes entgegennehmen mögen.

Grünstreifen

Die „grünen Streifen” zwischen den Fußwegen und Pferdestraßen sollen solche bleiben: Es wurde angeregt, der Auswehung und Versandung möge Einhalt geboten werden, indem die zähen Pflanzen am Rande vor allem der neuen Straßen auf dem Deich, die dort entfernt werden müssen (die Pflanzen!), in die ergrauten Grünstreifen einzusetzen wären, auf dass sie wieder grünen, so grün.

Mord und Totschlag

 - das gibt es zum Glück auf Baltrum nicht - nur in dem eben erschienenen Krimi von Theodor J. Reisdorf, und der ist auf der Insel als Buch mit dem Titel „das Dünengrab” erhältlich. Und mehr wird einfach nicht verraten.

Badespaß

Das Wellenbad ist in die Jahre gekommen, das Gästeverhalten hat sich gewandelt und Kuren werden auch nicht mehr so häufig verschrieben wie bisher - Grund genug für die Gemeinde Baltrum, sich über ein modernes Konzept Gedanken zu machen. Wie genau das gehen wird, darüber zerbrechen sich im Moment noch die Ratsmitglieder und andere Beteiligte die Köpfe. Aber so viel steht fest: Es wird auch in den kommenden Jahren Badespaß unter Dach geben!

Sabine Hinrichs

Die Inselglocke Baltrum 3-1997