Große Liebe zur kleinen Insel 

Eine Sympathieerklärung an Baltrum von einer Kölnerin, die bisher ungefähr dreißig mal auf Baltrum war und voraussichtlich noch weitere zwanzig Jahre auf dieses Eiland immer wieder zurückkehren wird: 

B a l t r u m - die eindrucksvolle und ausdrucksstarke Insel in der Nordsee. 

Ja, Baltrum ist voll von Ein-drücken und Aus-drücken! 
Eindrücken, die das Auge in der Natur wahrnehmen kann; 
Ausdrücken, die die Natur dem sehenden Auge vermitteln kann. 

So erlebe ich es wenigstens immer wieder seit 1963 bis heute. 
Damals suchte ich einen ruhigen Fleck auf der Erde, wo ich meine schriftliche Examensarbeit anfertigen konnte. Da wählte ich die kleinste Insel in der Nordsee. Anhalt war unter anderem auch, dass eine Kölnerin, die einen "Einheimischen" geheiratet hatte, dort die Pension " S t r a n d d ü n e " eröffnet hatte. Die Bezeichnung der Pension sagte mir spontan zu. 

Frau Annemarie Vogel kannte ich aus Köln, und so lag es nahe, dass ich mich an sie wandte und sie bat, mir in der "Stranddüne" ein kleines Einzelzimmer (zu DM 11,-  damals) zu reservieren. Das Frühstück und Abendbrot richtete ich mir selbst, da ich die Küche des Hauses benutzen konnte (im Preis inbegriffen). Das genügte mir damals (und auch heute noch). Tagsüber hielt ich Picknick in den Dünen oder am Strand. 
Danach konnte ich meine Schwester auch für die Nordsee begeistern; später auch meine Freundin. Zwischendurch waren wir auch auf anderen ostfriesischen Inseln, z.B. Spiekeroog, Wangerooge, Juist und Norderney. 
Diese Inseln haben gewiss auch ihre Reize; aber uns gefiel es auf Baltrum immer wieder am besten. Ca. 30 mal sind wir sicherlich hier gewesen; meistens im Mai und manchmal zusätzlich im August oder September, um uns so richtig in den Wellen der Nordsee tummeln zu können. Sicher werden wir noch weitere 20 Jahre nach Baltrum kommen, um im Mai eine " L i c h t t h e r a p i e " nach dem Winter in der Stadt Colonia uns zukommen zu lassen und das sogenannte "Anbaden" mitzuerleben bei 14 - 15°C Wassertermperatur. 

In diesem Jahr (1999) war ich zusätzlich im August für eine Woche mit sieben Geschwistern auf Baltrum, die ich früher, als sie noch Kinder waren, in einem kleinen Dorf in Bayern besucht hatte. Die älteste Tochter (damals 19 Jahre) und die jüngste Tochter (damals 6 Jahre) - die eine nach dem Abitur, die andere vor der Einschulung - hatte ich damals eingeladen, zusammen mit einer Nichte und einem Neffen von mir, die entsprechend gleichaltrig waren, auf Baltrum Ferien zu machen. 
Dies hat den Kindern offensichtlich so gut gefallen, dass sie nun ein Geschwistertreffen auf Baltrum organisierten. Inzwischen ist der größte Teil der sieben Geschwister verheiratet und hat selbst Kinder. 
Insgesamt waren es 24 Personen (groß und klein), die sich mit dem Vater in einem Haus getroffen haben. Die Mutter, deren Freundin ich war, ist leider vor einigen Jahren an Krebs gestorben. Sie hätte zu gerne auch Baltrum mit seinem Sand und Wasser, mit Sonne und Wind kennengelernt. Aber leider ist es nicht mehr möglich. 

Aber uns ist es möglich, immer wieder zu diesem "Eiland" zurückzukehren und uns von den Strapazen in der Stadt zu erholen. Und dies werden wir tun, solange unsere Füße durch den Sand der Dünen und des Strandes von Baltrum tapsen können. 

Also - es lebe Baltrum! 

Loni Rick, Köln 
Die Inselgocke Baltrum 5-1999

Die Inselglocke Baltrum