Kleinod im Osten 

- Kluntje - 
Café mit Museumscharakter 

1827 erbaut und in diesem Jahr liebevoll restauriert und "zurückgebaut" ist das "Kluntje" am 6. August als Café-, Tee- und Weinstube eröffnet worden. Ruhig und etwas versteckt liegt das seit einigen Jahren unter Denkmalschutz stehende Gebäude, Haus Nr. 29. Nun gibt es für hungrige und durstige Spaziergänger im Alten Ostdorf auf Baltrum eine Anlaufstelle. 
Gemütlich, im alten Stil eingerichtet, ist es ein kleines Schmuckstück geworden mit nostalgischem Flair: 
Die früher offene Feuerstelle wurde mit einem Stangenofen ausgestattet. Die ehemaligen Wohn- und Schlafstuben wurden zu vier (ganz unterschiedlichen) Gaststuben hergerichtet. Im alten Stalltrakt sind heute Küche und Sanitärräume untergebracht. Fast alle alten Dinge - Mitbringsel aus Seefahrer-Zeit und Porzellan - blieben im Haus, in dem zuletzt Leni Schowe-Nannen gelebt hat. Die alten Schlafstellen - Butzen - sind erhalten und die eine zur Ansicht als Bett hergerichtet worden. 
Viel Geld hat Bauherr Hans Nannen investiert, sein Sohn Ulf ist als Pächter des Kluntje für die Gäste da. Er hat alle Hände voll zu tun, wenn die Gaststuben und auch die sonnige Terrasse besetzt sind. Der Weg in das Alte Ostdorf lohnt sich nicht nur zum Schauen, es gibt Eis, Kuchen, warme und kalte Getränke und eine kleine Auswahl an Speisen. Ulf Nannen hat vor, das Kluntje auch im Winter an einigen Tagen der Woche geöffnet zu lassen. 
Das Kleinod im Osten bildet einen schönen Rahmen für allerlei Gelegenheiten: So war am 9.9.99, dem Hochzeitstag des Jahres, das Standesamt ins "Kluntje" verlegt worden. 

Sabine Hinrichs 

Die Inselglocke Baltrum 6-1999