Jahresrückblick

Zwölf Monate – zwölf Spuren im Sand.

Was ist da alles geschehen.

Zum Jahreswechsel 2001/2002 gab es zur Freude der Weihnachtsgäste den ersten Schnee.

Der Heimatverein hat ein Buch herausgegeben: „Baltrum. Eine kleine Insel und ihre Bewohner. Ein Rundgang.“ Im Januar wurde es durch die Autorin Dr. Heidi Gansohr-Meinel auf der Insel vorgestellt.

Die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins fand im Februar statt. Im Dachgeschoss des „Alten Zollhauses“ wurde gearbeitet, neue Balken wurden erstellt, um so einen größeren Ausstellungs- und Versammlungsraum zu bekommen.

Zwei Spuren sind schon versandet, was bringt der März?

Eine Überraschung hatte der März für uns bereit: Es wurde uns ein Scheck über 5000,- Euro von der RVB Fresena e.G. für die Renovierung des Alten Zollhauses überreicht. Am selben Tag weilte Evers aus Esens auf der Insel und übergab uns den Nachlass seines Vorfahren, der 1866 auf einer Sandbank ertrank. Der 21-jährige Sohn der Familie Evers wollte seine Eltern auf Baltrum zum Weihnachtsfest besuchen. Er landete nicht wie vorgesehen am Ostende der Insel, sondern im dichten Nebel auf einer Sandbank. Die Familie Evers hat den letzten Brief an die Eltern, dem Heimatverein Baltrum zur Ausstellung zur Verfügung gestellt.

April: Die ersten Ostergäste sind da und freuen sich auf das Osterfeuer und am ersten Ostertag auf das Eiertrüllen, Bernsteinraten, den Verkauf von selbstgefertigten Bernsteinketten, dem Glücksrad für die Kinder und die Kaffee- und Teetafel beim Heimatverein.

Im Mai gestalteten wir wieder unser Frühlingsfest.

Im Juni wurden die Bauarbeiten am Alten Zollhaus eingestellt, auf der Insel ist im Sommer Baustopp. Sechs Spuren sind schon versandet.

Die Spur Nr. 7 geht in das Geschäft Janßens Spezialitäten: Dort wurde das 1000. Baltrum-Buch verkauft. Einer langjährigen Baltrum-Urlauberin konnten wir es überreichen.

Im August war Ruhe für den Heimatverein, aber nein, da war doch noch was: Von März bis zum 31.10.2002 wurden in vierzehntägigem Abstand Leseabende in der Alten Inselkirche von Detlef Szeklinski vorgetragen, auch Video-Vorträge wurden durchgeführt. Viele Spuren führten in die kleine Kirche.

Im September war wieder ein Sommerfest mit Tombola, Glücksrad für die Kinder, Rate- und Knobelspiele und einer Tee- und Kaffeetafel. Das letzte Fest vor dem Winter fand im Oktober statt.

Die elfte Spur führt wieder in das Alte Zollhaus, wo nun mit Volldampf gearbeitet wird. Viele Hände und Spuren werden dafür noch gebraucht. Helfen Sie bitte, damit wir bald unser Haus eröffnen können zum Wohle der ganzen Insel.

Im Dezember findet wieder ein Teenachmittag mit traditioneller Nikolaus-Verknobelung statt. Alle Erlöse der Veranstaltungen gehen in die Kasse für den Aufbau des Museums.

Nun stehen wir vor der letzten Spur im Sand, allmählich verschwindet sie vom Meer überspült und wartet auf neue Spuren im nächsten Jahr.

Allen Spendern, der Gitarrengruppe, den fleißigen Kuchenbäckern, den Helfern an unseren festen, den Handwerkern auf dem Bau, allen sagen wir herzlichen Dank, macht weiter so!

Nun wünsche ich im Namen des Heimatvereins ein friedliches Weihnachtsfest, alles Gute für das neue Jahr und ein frohes Wiedersehen auf unserer kleinen Insel,

Ihre Ingeborg Brämer

Die Inselglocke Weihnachtsausgabe 2002